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  • 02.10.2015 Landesregierung stärkt sozialen Zusammenhalt Zurück

Pressemitteilung des TMASGFF

Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner (Linke) gibt Startschuss für die Ausweitung von Quartiers-Projekten, die Kommunen bei der Flüchtlingsintegration unterstützen

 

Vor dem Hintergrund des verstärkten Zuzugs von Asylsuchenden unterstützt die Landesregierung mit ThINKA die Kommunen bei der Bereitstellung bzw. der Stärkung einer qualifizierten sozialen Betreuung und Beratung sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch der Flüchtlinge. Sie schafft mit dem Projekt gleichzeitig ein Angebot, um das bürgerschaftliche Engagement füreinander sowie die interkulturelle Kompetenz in den Wohnquartieren zu stärken.

„ThINKA hat sich als wirksames Instrument zur sozialen Integration im direkten Wohnumfeld der Menschen bewährt. Angesichts der neuen Herausforderung der Integration von schutzsuchenden Menschen in unseren Kommunen lag es nahe, die Förderung auszuweiten“ sagt die Thüringer Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner.

Elf ThINKA-Projekte gibt es bereits in Thüringen. Nun kommen zwei weitere Projekte in Kommunen mit Erstaufnahmestellen und die Aufstockung von vier bestehenden Projekten hinzu. Das erste neue Projekt startet am Standort der Erstaufnahmestelle in Eisenberg und wird in enger Kooperation mit Gera-Liebschwitz umgesetzt. Am 5. Oktober gibt die Ministerin im Beisein der kommunalen Partner im Eisenberger „Café International“ das Startsignal.

Termin: Montag, 5. Oktober 2015
Uhrzeit: 9.00 Uhr
Ort: Eisenberg, Cafe International, Jenaer Str. 45

„Die Projekte tragen zur Stärkung des Miteinanders aller Bürger und einer abgestimmten Entwicklung der erforderlichen sozialen Infrastruktur für alle Menschen in den Wohnquartieren bei. Zudem unterstützen sie Hilfesuchende durch persönliche Beratung und Begleitung“ so die Ministerin weiter.
Die beiden neuen Träger „Bildungswerk BLITZ e.V.“ in Eisenberg und „OTEGAU Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum GmbH“ in Gera beginnen ihre Arbeit bereits im Oktober. Sie arbeiten eng mit der Erstaufnahmestelle in Eisenberg zusammen. Ein weiterer Standort ist in Mühlhausen vorgesehen.

Der Projektzeitraum beträgt zunächst drei Jahre. Zudem erhalten vier der bereits bestehenden Projekte in Arnstadt, Schmalkalden und Meiningen, Artern und Bad Lobenstein eine personelle Aufstockung. Gefördert werden somit insgesamt sechs Personalstellen sowie Sachkosten aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaats Thüringen in Höhe von insgesamt etwa 1.030.000 Euro.

Hintergrund
Den Zusammenhalt der Bevölkerung in Wohnquartieren zu stärken und die Entstehung sozialer Brennpunkte zu vermeiden, allen Menschen Perspektiven und Chancen zur sozialen und beruflichen Integration zu eröffnen, das ist die Hauptaufgabe der Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung, kurz ThINKA.

Die Besonderheit der zwei neuen und der Aufstockung von vier bestehenden Projekten besteht einerseits in der Anbindung an die drei Standorte von Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge und Asylsuchende in Eisenberg mit der Außenstelle in Gera-Liebschwitz sowie in Mühlhausen. Andererseits in der Ausweitung der Arbeit bestehender ThINKA- Projekte in Wohnquartieren, die vor besonders großen Herausforderungen der sozialen Integration von Flüchtlingen in der jeweiligen Kommune stehen.

An allen Standorten gibt es jeweils eine Anlaufstelle für Menschen mit besonderem Bedarf an Unterstützung, seien es die Einheimischen oder die neu Zuwandernden. Ziel ist es, den Ratsuchenden schnell und unbürokratisch Hilfestellung bei der Lösung der Probleme und Schwierigkeiten in den unterschiedlichsten Lebenslagen zu geben. Bei Bedarf erfolgt eine gezielte Vermittlung und Begleitung zur zuständigen Stelle. ThINKA versteht sich als Lotse im regionalen Netzwerk der bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangebote.

In dieser verbindenden Funktion gibt ThINKA Impulse für die bedarfsgerechte Entwicklung grundlegender Perspektiven zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur und der Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe im direkten Wohnumfeld und der gesamten Kommune.

ThINKA organisiert unter Beteiligung der Wohnbevölkerung Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensqualität in den Wohngebieten. Hier können sich Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und den Wohngebieten gleichermaßen aktiv einbringen. So schafft das Projekt Berührungspunkte und Anreize zur kulturellen Verständigung als Basis für ein respektvolles und gleichberechtigtes Zusammenleben. Erprobt werden Aktivitäten zum Erlernen und Kennenlernen der hiesigen Rahmenbedingungen und Regeln und zur Förderung von gesellschaftlicher Vielfalt, Toleranz und Achtung gegenüber Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen.
Die Bewilligung der Anträge erfolgt durch die landeseigene Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW).

 

 

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