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  • 23.03.2016 Freistaat unterstützt Thüringer Handwerk mit 685.000 Euro bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen Zurück
MP Ramelow
Ministerpräsident Bodo Ramelow anlässlich der Bescheidübergabe

Pressemitteilung des TMASGFF

Freistaat unterstützt Thüringer Handwerk mit 685.000 Euro bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen

Ministerpräsident Ramelow und Arbeitsministerin Werner übergeben Fördermittelbescheid in Rudolstadt

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow haben heute in Rudolstadt einen Zuwendungsbescheid über rund 685.000 Euro an die Handwerkskammer Ostthüringen übergeben und sich vor Ort über die Integrationsarbeit informiert. Mit diesem Geld werden insgesamt 160 ausländische Jugendliche und Erwachsene an den Standorten Gera, Zeulenroda und Rudolstadt in der beruflichen Orientierung unterstützt und für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (DIE LINKE) sagte: „Wir wollen die Menschen, die zu uns geflüchtet sind, in Thüringen nach besten Kräften integrieren. Integration bedeutet gutes Zusammenleben und das ist gleichermaßen gut für Einheimische und Neubürger. Landesregierung, Wirtschaft und Verbände ziehen gemeinsam an einem Strang, um diese große Herausforderung zu meistern. Wir brauchen jedoch mehr Unterstützung durch die Bundesregierung, damit die Länder und Kommunen die Integration auch organisieren können.“

Arbeitsministerin Heike Werner (DIE LINKE) sagte: „Die Thüringer Wirtschaft hat ein großes Interesse an der Gewinnung von Fachkräften – insbesondere mit Blick auf den Demografischen Wandel. Projekte, wie das der Handwerkskammer Ostthüringen, bringen die Menschen, die Ausbildung und Arbeit wollen mit den Unternehmen zusammen, die Azubis und Arbeitskräfte suchen. Das ist gelebte Integration.“

Hintergrund:
Das am 1. März 2016 gestartete Projekt ist ein praktisches Beispiel, wie die Integration in Ausbildung konkret unterstützt und gefördert werden kann. Nach einem Kompetenzfeststellungsverfahren erhalten die Teilnehmenden einen praxisorientierten Einblick in verschiedene gewerbliche Berufsfelder und kaufmännischen Berufe. Alle Maßnahmen werden durch berufsbezogenen Deutschunterricht gestützt. Das Projekt der Handwerkskammer Ostthüringen wird über die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) aus Landesmitteln gefördert und läuft bis zum 31. Dezember 2017. Perspektivisch soll den Teilnehmern eine duale Berufsausbildung, eine Einstiegsqualifizierung oder die Aufnahme eines Jobs ermöglicht werden. Es ist Teil des Landesprogramms „Arbeit für Thüringen“. Übergreifendes Ziel dieses Landesprogramms ist die soziale und berufliche Integration benachteiligter Personengruppen. Dazu gehören sowohl benachteiligte einheimische Personen als auch die nun zu uns gekommenen, geflüchteten Menschen aus dem Ausland. Im Rahmen des Landesprogramms „Arbeit für Thüringen“ wurden so thüringenweit aktuell insgesamt 23 Projekte bewilligt, die von den verschiedenen Kammern und Bildungsträgern durchgeführt werden. Die Bandbreite der geförderten Vorhaben reicht von Kompetenzfeststellung, Sprachförderung, Berufsorientierung über Vermittlung von Praktika bis hin zur Integration in den Ausbildungsmarkt. Damit werden rund 3.000 Teilnehmende erreicht. In den Jahren 2016 und 2017 stehen für diese Maßnahmen ca. 5 Millionen Euro bereit.

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