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  • 17.04.2016 Öffentlich geförderte Beschäftigung wird gut angenommen Zurück

Pressemitteilung des TMASGFF

Arbeitsministerin Werner: Öffentlich geförderte Beschäftigung wird gut angenommen
Zwischenbilanz: 234 Langzeitarbeitslose in Beschäftigung im gemeinwohlorientieren Sektor

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat über den Stand der Umsetzung des Landesprogrammes „Öffentlich geförderte Beschäftigung und gemeinwohlorientierte Arbeit“ informiert. Antragstellende Teilnehmer, Träger, Einsatzstellen und Jobcenter erhielten in den zurückliegenden Wochen erste Bewilligungsbescheide. Mit der Bearbeitung und Bewilligung der Anträge zur öffentlich geförderten Beschäftigung ist die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) beauftragt.

Arbeitsministerin Heike Werner sagte: „Unser Landesprogramm erfreut sich einer guten Resonanz. Es ist ein wirksames arbeitsmarktpolitisches Instrument geworden. Wir berücksichtigen damit vordergründig kleine, gemeinnützige und gemeinwohlorientierte Vereine, die nur eine oder zwei Personen einstellen wollen. Das eröffnet den Teilnehmenden mehr soziale Teilhabe und sichert einen Zugewinn für das Gemeinwohl. Wer beispielsweise zehn Jahre ohne feste Beschäftigung auskommen musste, erfährt durch einen geförderten dreijährigen Arbeitsvertrag eine Aktivierung und erhält eine neue Perspektive. Das ist auch eine persönliche Wertschätzung langzeiterwerbsloser Menschen und ihrer Familien durch die Gesellschaft.“

Laut Arbeitsministerin Werner gibt es noch Potential für die öffentlich geförderte Beschäftigung. „Ich bin zuversichtlich, was die Zielstellung für die Jahre 2016 und 2017 betrifft. Es ist davon auszugehen, dass der für das Programm zur Verfügung stehende finanzielle Rahmen voll ausgeschöpft wird. Die avisierte Größenordnung von etwa 1.000 Plätzen kann erfüllt werden. Im laufenden Jahr werden voraussichtlich über 500 Plätze erreicht und dieselbe Anzahl dann nochmals im kommenden Jahr. Allerdings zeigt sich schon jetzt, dass die Nachfrage nach Teilnehmerplätzen insgesamt deutlich über die verfügbaren Haushaltsmittel hinausgeht. Deshalb können wohl nicht alle Erwartungen befriedigt werden“, sagte Heike Werner.

Der Geschäftsführer der GFAW, Erik Fichtner, sagte: „Nachdem wir die Voraussetzungen für eine zügige Umsetzung geschaffen haben, ist das Programm gut angelaufen. Uns ist an einer guten Orientierungshilfe für die Antragsteller gelegen. Zudem stellt das vorgeschaltete Votierungsverfahren in den Regionalbeiräten sicher, das durch Akteure vor Ort die eingereichten Projekte überprüft und ausgewählt werden können, besonders im Hinblick auf die Gemeinwohlorientierung.“

Hintergrund:
Im April 2015 wurde die „Thüringer Initiative zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit“ in Leben gerufen, innerhalb derer sich der Freistaat Thüringen und die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (RD-SAT) zur Umsetzung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors verpflichteten. Bereits im Oktober 2015 trat die Richtlinie zum Thüringer Landesprogramm „Öffentlich geförderte Beschäftigung und gemeinwohlorientierte Arbeit“ in Kraft. Bis Jahresende konnten die ersten 30 Teilnehmerplätze zu bewilligt werden. Inzwischen sind mehr als 79 Bewilligungsbescheide an Träger und gemeinnützige Einrichtungen ergangen. 234 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten bereits ihre Verträge und befinden sich in Beschäftigungen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren, z. B. in Tierschutzvereinen, Tafeln, in kulturellen Einrichtungen und im Bereich der sozialen Infrastruktur sowie im Umwelt- und Naturschutz. Das Landesprogramm „Öffentlich geförderte Beschäftigung und gemeinwohlorientierte Arbeit“ beinhaltet vier verschiedene Fördervarianten, mit denen noch insgesamt bis 1.000 Teilnehmerplätze zur Verfügung gestellt werden können. Der Freistaat Thüringen stellt dafür in Jahren 2016 und 2017 Haushaltsmittel von insgesamt 15 Millionen Euro bereit.

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