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Pressemitteilungen

  • 12.08.2016 Thüringer Arbeitsministerium unterstützt duale Ausbildung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Zurück

Medieninformation des TMASGFF

Arbeitsministerin Werner: „Qualitätssicherung für die Fachkräfte von morgen“

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat heute in Erfurt über die Förderung der dualen Ausbildung in Thüringen informiert. Anlass ist der Start des Ausbildungsjahres 2016/2017. Mit 6 Millionen Euro werden in diesem Ausbildungsjahr rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit verschiedenen Maßnahmen bei der betrieblichen Ausbildung unterstützt. Die Projekte werden über die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) beantragt und gefördert.

Arbeitsministerin Heike Werner sagte: „Die duale Ausbildung hat hierzulande eine lange Tradition. Eine hervorragende berufliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichert die positive Entwicklung der Thüringer Betriebe. Den Fachkräften von morgen wird immer mehr abverlangt. Die Unternehmen sind zukunftsfähig, wenn sie über motivierte und fähige Arbeitskräfte verfügen. Darum wollen wir die Qualität der dualen Ausbildung weiter stärken.“

Laut Arbeitsministerin Heike Werner gibt es in Thüringen beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufsausbildung und gute Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf. „Die hiesigen Unternehmen zeigen großes Engagement in der Ausbildung künftiger Fachkräfte, ob in der Metall- und Elektroindustrie, dem Fahrzeugbau, der Optischen Industrie, der Nahrungsmittelindustrie, der Kunststoff-, Umwelt- und Gesundheitstechnik oder im Handwerk. Zudem haben die jungen Menschen große Chancen, nach der Ausbildung in der Region zu bleiben. Die Übernahmequoten von Auszubildenden liegen in Thüringen heute schon bei bis zu 90 Prozent“, sagte Heike Werner.

Ministerin Werner verweist darauf, dass der Anteil an ausländischen Auszubildenden in den letzten Jahren stark angestiegen ist. „Durch die jungen Flüchtlinge und Asylbewerber wird sich dieser Anteil weiter erhöhen. Bei ihnen besteht ein hoher Qualifizierungsbedarf. Eine intensive Unterstützung vor und während der Ausbildung ist deshalb notwendig. Aufgrund des akuten Fachkräftemangels sind wir darauf angewiesen, Flüchtlinge und Asylbewerber über eine praxisnahe Ausbildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir wollen ihnen dauerhafte Chancen auf berufliche und soziale Teilhabe eröffnen“, sagte Heike Werner.

Hintergrund:
Für alle Auszubildenden, auch denen in kleinen Betrieben, soll die Vermittlung von Ausbildungsinhalten auf höchstem Niveau sichergestellt werden. Darum fördert das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Vorhaben zur betriebsnahen Ausbildungsvorbereitung und betrieblichen Ausbildung. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Operationellen Programms für den Einsatz des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Freistaat Thüringen. In der Förderperiode 2014 bis 2020 werden ESF-Mittel in Höhe von insgesamt 55 Millionen Euro und nationale Mittel in Höhe von 14 Mio. Euro dafür bereitgestellt. Damit sollen 39.500 junge Menschen vor und während der dualen Ausbildung unterstützt werden. Mit der Förderung von Lehrgängen zur Ergänzung notwendiger Inhalte der betrieblichen Ausbildung in anerkannten Berufen nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung werden Unternehmen bei der Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung unterstützt. Kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht die gesamten Ausbildungsinhalte vermitteln können, werden in die Lage versetzt, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Durch die Förderung von überbetrieblichen Ergänzungslehrgängen erhalten verstärkt auch leistungsschwächere Jugendliche die Chance auf einen qualifizierten Berufsabschluss. Gleichzeitig wird damit eine gute Basis für eine erfolgreiche betriebliche Ausbildung für Migrantinnen und Migranten geschaffen.

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