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  • 31.08.2016 Arbeitsministerin Werner: Ausbildung von Geflüchteten ist Brücke in unsere Gesellschaft Zurück

Medieninformation des TMASGFF

Arbeitsministerin Heike Werner (DIE LINKE) übergibt heute bei einem gemeinsamen Besuch mit Ministerpräsident Bodo Ramelow einen Förderbescheid in Höhe von rund 85.000 Euro für die Ausbildung von 14 jungen Flüchtlingen im Autohaus „Peter“ in Nordhausen.

Mittwoch, 31. August 2016, 10:00 Uhr
Nordhausen, Hallesche Straße 146, Skoda Autowelt Peter GmbH

Ministerin Werner würdigte vorab das Engagement der Thüringer Unternehmen bei der beruflichen Integration von geflüchteten Menschen als vorbildlich: „Jeder Ausbildungsplatz, jeder Arbeitsplatz ist eine Brücke in unsere Gesellschaft“.

Die Landesregierung unterstützt die Unternehmen dabei nach Kräften. Zur beruflichen Qualifizierung und sozialen und beruflichen Integration wurden von der landeseigenen Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) im Auftrag des Arbeitsministeriums bislang 35 Projekte bewilligt. Mit ihnen werden mehr als 4.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Das Arbeitsministerium stellt dafür bis Ende 2017 insgesamt 7,4 Mio. Euro zur Verfügung.

Ministerin Werner unterstrich auch die Bedeutung der Integration für die wirtschaftliche Entwicklung Thüringens: „Die Deckung des Fachkräftebedarfs droht immer mehr zur Achillesverse der Thüringer Wirtschaft zu werden. Deshalb müssen wir alle Potenziale am Arbeitsmarkt erschließen, um diese Entwicklung abzuwenden. Die berufliche Integration der zu uns geflüchteten Menschen ist ein wichtiger Bestandteil dieser Aufgabe.“

Hintergrund
Im Landkreis Nordhausen stehen derzeit 1.400 Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen rund 1.480 von den Unternehmen gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Derzeit gibt es dort noch 342 unversorgte Bewerber und 579 noch unbesetzte Ausbildungsplätze. Zudem sind über ein Fünftel der Beschäftigten über 55 Jahre alt und werden in der kommenden Dekade in den Ruhestand wechseln.

Daraus resultiert eine große Aufgabe für die Deckung des Fachkräftebedarfs der regionalen Wirtschaft. Seit fünf Jahren gibt es im Landkreis mehr Ausbildungsplätze als Bewerber.

Aktuell wird zusammen mit den regionalen Partnern (Handwerkskammer Erfurt, Berufsschule Nordhausen, Staatliches Schulamt Nordthüringen, Landkreis Nordhausen, Jobcenter, Agentur für Arbeit und Autohaus Peter) eine Konzeption umgesetzt, durch die der Start in die Ausbildung für geflüchtete junge Menschen erfolgreich gestaltet werden kann.

Der Ausbildungsumfang des Unternehmens für junge einheimische Personen bleibt auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Die Peter-Gruppe hat insgesamt über 700 Beschäftigte und davon derzeit 124 junge Menschen in Ausbildung. Es haben im August 32 deutsche Jugendliche die Ausbildung bei Peter begonnen; 14 junge geflüchtete Menschen kommen jetzt hinzu.

Die bewilligte Förderung des Landes in Höhe von 84.937,25 € erfolgt aus dem Landesprogramm „Arbeit für Thüringen – LAT“ an das Bildungszentrum für den Straßenverkehr als Träger der Begleit- bzw. Unterstützungsmaßnahme.

Teilnehmer des Projektes sind junge Geflüchtete, die eine Berufsausbildung im Unternehmen Autohaus Peter aufgenommen haben. Sie erhalten eine individuelle Begleitung während der Ausbildung, um sie auf diese Weise an das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem heranzuführen und in Deutschland bestmöglich zu integrieren.

Mit zunehmender berufsbezogener Sprachkompetenz werden die Stundenanteile zugunsten der fachlichen Unterstützung und Vorbereitung auf die Prüfungen vor der Handwerkskammer verlagert.

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