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  • 18.06.2019 Neue Wege in der Ausbildung und Finanzierung von Pflegeberufen Zurück

Thüringer Sozial- und Gesundheitsministerium

Neue Wege in der Ausbildung und Finanzierung von Pflegeberufen
Thüringer Sozialministerium geht mit thematischer Webseite online

Mit einer Webseite zur neuen Pflegeausbildung und ihrer Finanzierung ist das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie online. Darauf macht Sozial- und Gesundheitsministerin Heike Werner (DIE LINKE) heute in Erfurt aufmerksam.

Ab 2020 starten im Freistaat Thüringen neue, vereinheitlichte Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz des Bundes. Bis dahin wird auch die Finanzierung der Pflegeausbildung reformiert. Die Webseite informiert deshalb über aktuelle Entwicklungen, das neue Finanzierungsprinzip, über beteiligte Institutionen sowie die nächsten Termine. Die Seite wird nach und nach weiter aufgebaut. „Frühzeitig wollen wir die interessierte Öffentlichkeit sowie alle Beteiligten zeitnah und umfassend informieren“, betont Ines Feierabend, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, mit Blick auf die neue Webseite.

Sozialministerin Heike Werner erläutert: „Die Menschen im Land werden immer älter. Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Deshalb ist die Pflege für junge Leute ein Beruf mit Zukunft.“ Hintergrund der Einführung der generalistischen Ausbildung im Rahmen des Pflegeberufegesetzes ist die Tatsache, dass der Bedarf an Pflegefachkräften und der Wettbewerb aller Berufe um Auszubildende weiter zunimmt. Somit wird die Attraktivität der Pflegeausbildung als auch die des Pflegeberufes durch das Pflegeberufegesetz gesteigert. „Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann wird ab 2020 zeitgemäß vielseitiger und für die 3.400 Auszubildenden im Freistaat insgesamt attraktiver. Die berufliche Pflegeausbildung ist unabhängig vom gewählten Abschluss für die Auszubildenden immer kostenlos und es wird eine angemessene Ausbildungsvergütung gewährleistet. Für die Absolventinnen und Absolventen dieser Ausbildung eröffnen sich zusätzliche Wechsel-, Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten in allen Bereichen der Pflege. Ich bin mir sicher, dass mehr junge Menschen sich zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ausbilden lassen“, so Ministerin Heike Werner. Eine weitere Aufwertung des Berufsbildes ist die Anerkennung des Ausbildungsabschlusses zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann in allen EU-Mitgliedstaaten.

Die Finanzierung der neuen Pflegeausbildung erfolgt bundesweit über Ausgleichsfonds. Das Land Thüringen hat dafür nach bundesgesetzlichen Vorgaben einen Fonds eingerichtet. In diesen Fonds zahlen alle Krankenhäuser und alle Pflegeeinrichtungen ein, unabhängig davon, ob sie tatsächlich ausbilden. Auch der Freistaat Thüringen und die soziale Pflegeversicherung sind Einzahler. Die Träger der praktischen Ausbildung und die Pflegeschulen wiederum erhalten Geld aus dem Fonds. „Die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) wurde vom Thüringer Sozialministerium mit der Fondsverwaltung beauftragt“, sagt GfAW-Geschäftsführer Erik Fichtner. „In Anbetracht der aktuellen Situation halte ich die solidarische Finanzierung jeder zukünftigen Pflegeausbildung für eine gute Entscheidung.“

Die neue Webseite zur Pflegeausbildung und ihrer Finanzierung:
www.pflegeausbildung-in-thüringen.de

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