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  • 05.12.2019 Schulleitungen beraten Maßnahmen zur Senkung des Anteils von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss / Europäischer Sozialfonds unterstützt Förderungen Zurück

Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

In Erfurt beraten Schulleiterinnen und Schulleiter gemeinsam mit ihren ESF-Maßnahmeträgern sowie Vertretern des Bildungsministeriums, des ThILLMs, der Staatlichen Schulämter, der GFAW und der Agentur für Bildungsgerechtigkeit und Berufsorientierung (ABBO) über Möglichkeiten der Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern in Schule. So motiviert selbst-bestimmtes Lernen stark und führt zu einer deutlich messbaren Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz. Auch gilt es die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler für Bildungsprozesse nutzbar zu machen und Lösungsideen für die eigene Schule zu entwickeln.

Anlässlich der Konferenz erklärt Bildungsstaatssekretärin Gabi Ohler: „Mit den Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds können wir an Schulen spezifische Angebote unterbreiten. Unser wichtigstes Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler einen Abschluss erreichen können, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Dafür müssen wir die jungen Menschen stark machen. Wir müssen sie darin unterstützen, ihre Potentiale zu erkennen und darauf zu vertrauen.“

Der Freistaat Thüringen trägt seit 2014 mittels des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Steigerung der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bei. Mit der ESF-Schulförderrichtlinie werden Schulen, die hohe Belastungslagen meistern, gezielt gestärkt. Insgesamt wurden und werden 43 Schulen gefördert, um ihren Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss zu senken. Dabei ist es beispielsweise möglich durch die zusätzlichen Ressourcen aus dem ESF, die Lehrpersonen bei der individuellen Förderung sowie der sozialpädagogischen und psychologischen Begleitung von Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

Für die Schülerinnen und Schüler an den Schwerpunktschulen wurden Teamteaching, Personal- und Lerncoaches, praxisorientierte Lernangebote sowie alternative Angebote zur Erfüllung der Schulpflicht eingerichtet. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft und deren Eltern gezielt begleitet und deren Integration erleichtert werden. Mit der ESF-Förderung soll dazu beigetragen werden, das Schul- und Klassenklima positiv zu verändern und die Bindung von Jugendlichen und deren Eltern an den Lebensort Schule zu verstärken. Mit dieser Vielfalt von ESF-finanzierten Unterstützungsangeboten möchte der Freistaat Thüringen Brüchen in der Bildungsbiografie vorbeugen.

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