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  • 03.06.2020 Arbeitsministerin Heike Werner: „Berufsausbildung muss trotz angespannter Arbeitsmarktlage gesichert werden.“ Zurück

Medieninformation des TMASGFF

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen appelliert Arbeitsministerin Heike Werner an die Unternehmen, nicht bei der Berufsausbildung zu sparen. „Es ist eine der wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Die Berufsausbildung ist das Rückgrat der Fachkräftesicherung in Thüringen“. Sowohl den Bewerberrückgang um 12,8 Prozent zum Vorjahr als auch den spürbaren Rückgang bei den gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen um 14,1 Prozent betrachtet die Ministerin mit Sorgen. Insgesamt stehen derzeit aber noch rund 1,4 gemeldete Ausbildungsstellen je Bewerberin und Bewerber zur Verfügung. „Wir werden dies sehr genau beobachten und uns eng mit den Arbeitsagenturen und den Kammern abstimmen, damit die Berufsausbildung der jungen Menschen gesichert wird.“

Mit Blick auf die Arbeitsmarktentwicklung verweist die Ministerin auf erste Zeichen einer Stabilisierung. Zwar liegt die Zahl der Arbeitslosen um fast 12.500 höher als im Mai vergangenen Jahres und auch zum Vormonat April ist ein Anstieg um rund 3.000 zu verzeichnen. Allerdings betrug der Anstieg vom März zum April noch rund 8.000 Personen. Der Zugang an gemeldeten Stellen fällt gegenüber dem Vormonat wieder deutlich höher aus.

„Wir müssen uns in den kommenden Monaten auf höhere Arbeitslosenzahlen mit Quoten von 6 bis 7 Prozent einstellen, die positiven Rekordzahlen des Vorjahres mit einer 5 vor dem Komma sind zunächst vorbei. In Anbetracht der hohen Zahl von Anzeigen für Kurzarbeit ist davon auszugehen, dass sich tatsächlich rund 20 bis 25 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit befinden. Es gibt Grund zur Hoffnung, dass wir damit den Höchstwert bereits erreicht haben. Mit dem Anlaufen der Wirtschaft sollte sich zunächst eine Stabilisierung und dann auch ein Rückgang bei der Kurzarbeit ergeben. Die Soforthilfeprogramme des Landes sowohl für die gewerbliche Wirtschaft als auch für den gemeinnützigen Bereich haben eine große Hilfe zum Erhalt von Arbeitsplätzen geleistet“, erklärte die Ministerin.

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