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Armutspräventionsrichtlinie: 2.3 Qualifizierung, Beratung und Prozessmoderation (ESF)

Anträge stellen Sie bitte über unser Förderportal.

Was wird gefördert?

Fachliche Unterstützung, Qualifizierung, Beratung und Prozessmoderation lokaler Akteure und der LIGA der freien Wohlfahrtspflege mit der Fokussierung auf Armutsstrategien und soziale Integration mit dem Ziel, Strategien für eine vernetzte Planung und abgestimmte lokale Entwicklung zu initiieren, mitzugestalten, zu begleiten und zu evaluieren.

Wer stellt den Förderantrag?

  • Juristische Personen,
  • Personengesellschaften,
  • freie Träger der Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft sowie lokale Netzwerke und Initiativen.

Wie viel wird gefördert?

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

Die Finanzierung der zuschussfähigen Ausgaben erfolgt im Wege der Anteilsfinanzierung. Zuwendungsfähig sind Personal-, Sach- und Verwaltungsausgaben gemäß Ziffer 5. 3 der Richtlinie.

Zur Bemessung der nach Ziffer 1.3 ANBest-P möglichen Entgelte für festangestelltes Personal sind bei entsprechender Qualifikation und Tätigkeitsprofil folgende Vergleichswerte nach der Entgeltverordnung des TV-L heranzuziehen:

Projektleiterinnen bzw. Projektleiter, Dozentinnen bzw. Dozenten, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu E 13

Eine geringere Vergütung der Fachkräfte als in vergleichbarer Höhe der Entgeltgruppe E 9 entsprechend der Entgeltordnung zum TV-L ist nicht förderfähig.

Die Höhe der Zuwendung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds beträgt gemäß Artikel 120 (3) Buchstabe c) AllgVO maximal 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.

Förderfähig sind die tatsächlichen projektbezogenen Personalausgaben (Bruttoarbeitsentgelt) unter Beachtung der Regelungen nach dem Ist-Kostenprinzip gemäß Artikel 67(1) Buchstabe a) AllgVO. Die in den Personalausgaben enthaltenen Arbeitgebersozialversicherungsbeiträge sind als Pauschale in Höhe von aktuell 20,175 % des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts des förderfähigen Projektpersonals zuwendungsfähig. Nicht förderfähig sind die Umlage für Krankenaufwendungen (U1), die Umlage für Mutterschaftsaufwendungen (U2) und die Umlage zur Insolvenzgeldsicherung (U3).

Alle übrigen zur Projektdurchführung notwendigen Sach- und Verwaltungsausgaben werden gemäß Artikel 14 (2) ESF-VO i. V. m. Artikel 67 (1) Buchstabe d) mit einem Pauschalsatz in Höhe von 40 % der direkten förderfähigen Personalausgaben bemessen.

Die Förderung erfolgt auf der Basis der nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit als förderfähig anerkannten Ausgaben unter Anwendung der Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (AN-Best-P) bzw. der Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an Gebietskörperschaften und Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften (ANBest-Gk).

Der Förderzeitraum umfasst je Beantragungsphase maximal 3 Jahre. Die Geltungsdauer der Armutspräventionsrichtlinie ist entsprechend zu beachten.

Bewilligungen von unter 1.000 € sind ausgeschlossen.

Regeln für die Förderung

Antragsteller haben ihren Sitz oder ihre Niederlassung in Thüringen.

Voraussetzung für die Zuwendung ist die Vorlage einer Konzeption für die Durchführung des jeweiligen Fördergegenstandes. Bei einer Verknüpfung der Fördergegenstände ist eine Gesamtkonzeption einzureichen. Die Konzeption muss mindestens die Darstellung der Ausgangslage unter Berücksichtigung bereits vorhandener Strukturen, die Zieldefinition, die Art der Umsetzung, den Personalbedarf und die Qualifikation des Personals darstellen sowie eine Zeit- und Finanzierungsplanung enthalten.

Der Antragstellung wird ein Konzeptauswahlverfahren vorgeschaltet, das die Bewilligungsbehörde im Einvernehmen mit dem jeweils zuständigen Ministerium unter Zugrundelegung spezifischer fachlicher und bedarfsorientierter Auswahlkriterien durchführt. Hierzu werden potentielle Zuwendungsempfänger auf der Homepage der GFAW dazu aufgerufen, geeignete Konzepte einzureichen.

Die Zuwendung kann nur gewährt werden, wenn die Gesamtfinanzierung des Projekts sichergestellt ist und der Antragsteller die Gewähr für eine ordnungsmäße Durchführung und Abrechnung des Projekts bietet. Voraussetzung für die Förderung von Personalausgeben ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder Fachhochschulstudium der Sozialwissenschaften, des Sozialmanagements, der Sozialen Arbeit bzw. Abschlüssen der Fachrichtungen Stadt- und Raumplanung.

Voraussetzung für die Förderung von Personalausgaben ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder Fachhochschulstudium der Sozialwissenschaften, des Sozialmanagements, der Sozialen Arbeit bzw. Abschlüsse der Fachrichtungen Stadt- und Raumplanung.

Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der ausführlichen Förderrichtlinie.

 

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