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Weiterbildungsrichtlinie: 2.3 Weiterbildungsscheck (ESF)

Schnelltest

Um zu testen, ob Sie die Voraussetzungen für die Beantragung eines Weiterbildungsschecks erfüllen, beantworten Sie bitte folgende Fragen:

i 1. Sind Sie sozialversicherungspflichtig in Thüringen beschäftigt?

Nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt: EU-Rentner, Azubis, Studenten, Selbstständige, Beamten, Ein-Euro-Jobber, Praktikanten, geringfügig Beschäftigte.

i 2. Sind Sie nicht bei einer Person des öffentlichen Rechts beschäftigt?

Personen des öffentlichen Rechts: öffentlicher Dienst, Gemeinden, Gemeindeverbände (Landkreise), Staatlich Beschäftigte, Anwaltskammern, Handelskammern, Hochschulen, Kirchen, gemeindliche Zweckverbände, vollrechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts, Stiftungen des öffentlichen Rechts u. a.

i 3. Liegt Ihr zu versteuerndes Einkommen zwischen 20.000 EUR und 40.000 EUR (Einzelveranlagung) bzw. zwischen 40.000 EUR und 80.000 EUR (gemeinsame Veranlagung)?

Die Basis ist der Einkommenssteuerbescheid vom zuständigen Finanzamt aus dem Vorjahr bzw. Vorvorjahr (der zuletzt erlassene Bescheid). Maßgeblich ist das auf dem ESt-Bescheid ausgewiesene zu versteuernde Einkommen unter Berücksichtigung etwaiger Kinderfreibeträge und anderweitiger Freibeträge. Das Brutto-Jahreseinkommen ist nicht gleich dem zu versteuernden Einkommen.

4. Dient die ausgesuchte Weiterbildung der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten oder praktischen Fertigkeiten für die Ausübung Ihrer jetzigen beruflichen Tätigkeit?

5. Haben Sie sich noch nicht für die Weiterbildung angemeldet?

6. Haben Sie in diesem oder im letzten Kalenderjahr keinen Weiterbildungsscheck erhalten?

i 7. Wird Ihre Weiterbildung finanziell nicht unterstützt oder gefördert?

Die ESF-Förderung und damit auch der Weiterbildungsscheck müssen nachrangig erfolgen. Wenn Ihr Arbeitgeber die Weiterbildung finanziert oder Sie bereits ein anderes Fördermittel verwenden, haben Sie keinen Anspruch auf eine Förderung durch den Weiterbildungsscheck
Anträge stellen Sie bitte über unser Förderportal.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Vorhaben zur individuellen Weiterbildung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Weiterbildungsscheck).

Wer stellt den Förderantrag?

Gefördert werden sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Nicht gefördert werden Beschäftigte oder Bedienstete juristischer Personen des öffentlichen Rechts.

Wie viel wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Finanzierung der zuwendungsfähigen Ausgaben erfolgt als Festbetragsfinanzierung.

Zuwendungsfähig sind die Ausgaben für die individuelle Weiterbildung bis zur Höhe von 1.000,00 €.

Regeln für die Förderung

Das Unternehmen des Beschäftigten muss in Thüringen ansässig sein.

Das zu versteuerndes Jahreseinkommen des Beschäftigten liegt zwischen 20.000 Euro und 40.000 Euro (bei gemeinsam Veranlagten zwischen 40.000 Euro und 80.000 Euro).

Eine Förderung mit dem Weiterbildungsscheck ist alle zwei Kalenderjahre möglich.

Der Lehrgang, bei welchem der Weiterbildungsscheck eingelöst werden soll, muss von einem geeigneten Weiterbildungsträger angeboten werden und der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten oder praktischen Fertigkeiten für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dienen. Die qualitative Eignung des Weiterbildungsträgers kann durch eine bereits vorhandene staatliche Anerkennung oder Zertifizierung belegt werden. So wird für Träger, deren Angebote im Internetportal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit gelistet sind, oder die Qualitätsmaßstäbe für die Weiterbildungsanbieter im Rahmen der Bundesbildungsprämie erfüllen, die Eignung grundsätzlich anerkannt.

Die Vorhaben können an einzelnen Tagen, in Blöcken von mehreren Tagen oder Wochen und berufsbegleitend durchgeführt werden. Die Weiterbildung kann dabei in Seminarform, durch selbstgesteuertes Lernen oder durch Lernen mit elektronischen Medien erfolgen. Ausschließlicher Fernunterricht (e-Learning) muss entsprechend Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) durch die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZfG) zertifiziert sein. 

Die Förderung ist formgebunden bei der GFAW vor der verbindlichen Anmeldung zum Weiterbildungsvorhaben zu beantragen.

Die Zuwendung kann nur gewährt werden, wenn die Gesamtfinanzierung des Vorhabens sichergestellt ist und der Antragsteller die Gewähr für eine ordnungsmäße Durchführung und Abrechnung des Vorhabens bietet. Eine Zuwendung soll insbesondere dann nicht erfolgen, wenn

  • gegen den Antragsteller ein Insolvenzeröffnungsverfahren anhängig ist,
  • gegen den Antragsteller ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder
  • eine Eintragung des Antragstellers im Schuldnerverzeichnis nach Maßgabe des § 882b ZPO besteht.

Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt nach Beendigung des Weiterbildungsvorhabens sowie der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Der Verwendungsnachweis besteht aus einer Bescheinigung über die Teilnahme an dem Weiterbildungsvorhaben sowie der Rechnung des Weiterbildungsanbieters.

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