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Integrationsrichtlinie: 2.2 Berufliche Qualifizierung Langzeitarbeitsloser (ESF)

Was wird gefördert?

Projekte der beruflichen Qualifizierung zur Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden sowie zur Steigerung ihrer Anpassungsfähigkeit an den sozialen, technischen und wirtschaftlichen Wandel. Die berufliche Qualifizierung zur Erreichung des Förderziels kann durch eine sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmenden ergänzt werden, sofern sie zur Unterstützung der Wiedereingliederung in das Berufsleben bzw. zur Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen beiträgt.

Wer stellt den Förderantrag?

Juristische Personen sowie Personengesellschaften mit Sitz oder Niederlassung in Thüringen

Wie viel wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Finanzierung der zuschussfähigen Ausgaben erfolgt im Wege der Anteilfinanzierung. Die Höhe der Zuwendung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds beträgt in der Regel bis zu 80% der zuschussfähigen Gesamtausgaben.

Die Bestimmung der Höhe der zuschussfähigen Ausgaben erfolgt bei den Projekten auf Grundlage vereinfachter Kostenoptionen gemäß Art. 67 (1) lit. b der AllgVO.

Die zuschussfähigen Ausgaben werden als standardisierte Einheitskosten in Form von Teilnehmerstundensätzen in Höhe der jeweils zum Zeitpunkt der Neubewilligungen geltenden Bundesweiten Durchschnittskostensätzen (B-DKS) für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung zur Beurteilung der Angemessenheit der Lehrgangskosten gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) III i. V. m. der Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) in der jeweils gültigen Fassung bemessen. Diese Standardeinheitskostensätze enthalten die zur Durchführung der Qualifizierungen notwendigen Personal-, Sach- und Verwaltungsausgaben.

Die berufliche Qualifizierungsmaßnahme ist jeweils auf ein Berufsfeld zu beschränken. Dabei soll die Gruppengröße in der Regel 15 Teilnehmende nicht unterschreiten (Mindestteilnehmerzahl).

Für 15 Teilnehmende kann jeweils eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung stehen.

Diese Personalausgaben werden zusätzlich in Höhe der direkten Personalausgaben für die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen auf Grundlage der tatsächlichen Ausgaben ermittelt. Der Einsatz von Honorarkräften für die sozialpädagogische Begleitung ist möglich. In diesem Fall ist ein Stundensatz bis zu 28,44 € pro Stunde förderfähig.

Die im Zusammenhang mit der sozialpädagogischen Begleitung entstehenden indirekten Ausgaben sind als Pauschalsatz in Höhe von 15 % der o.g. förderfähigen Personalausgaben für die sozialpädagogische Begleitung förderfähig.

Für die Aufwendungen der Teilnehmenden für die Fahrten von und zur Bildungsstätte mit öffentlichen Beförderungsmitteln sind die tatsächlichen Fahrtausgaben höchstens bis zu den Ausgaben der zweiten Klasse förderfähig. Für projektbezogene Strecken, die mit dem PKW zurückgelegt werden, ist in Abweichung von der Richtlinie ein Kilometersatz als standardisierte Einheitskosten von 0,20 € pro gefahrenem Kilometer förderfähig.

Entstehen den Teilnehmenden durch die Teilnahme Kosten für die Betreuung aufsichtsbedürftiger Kinder, können diese in Höhe des in § 87 SGB III geregelten Monatsbetrages übernommen werden.

Regeln für die Förderung

  • Die Teilnehmenden sollen ihren Wohnsitz in Thüringen haben.
  • Die Zuweisung der Teilnehmenden erfolgt immer durch die zuständigen Jobcenter. Darüber hinaus ist eine fachliche Votierung des Projekts durch das zuständige Jobcenter bzw. durch die zuständige Arbeitsagentur in Form einer formgebundenen Checkliste Zuwendungsvoraussetzung. Zudem muss für die Teilnehmenden bei einer Zuweisung mit sozialpädagogischer Begleitung die Bestätigung des zuständigen Jobcenters zur Notwendigkeit einer solchen vorliegen.
  • Eine Maßnahmezertifizierung nach AZAV ist Fördervoraussetzung. Die in der Zertifizierung genannte Gesamtstundenzahl der Maßnahme ist verbindlich.
  • Nr. 3 der ANBest-P findet keine Anwendung.
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