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Schulförderrichtlinie: 2.1 Senkung der Schulabbrecherquote an Schwerpunktschulen (ESF)

Anträge stellen Sie bitte über unser Förderportal.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Maßnahmen zur Senkung des prozentualen Anteils an Schülerinnen und Schülern der Schwerpunktschulen, welche die Schule ohne Abschluss verlassen. Dazu zählen insbesondere die folgenden Maßnahmen:

  1. Prozessbegleitung der Schulentwicklung an der jeweiligen Schule
  2. Angebote zur Entwicklung einer offenen bzw. (teilweise) gebundenen Ganztagsgestaltung
  3. Angebote zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler, praxisorientierte Lernplanungen, sozialpädagogische und psychologische Unterstützung sowie alternative Angebote zur Erfüllung der Schulpflicht
  4. Unterstützung der Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund
  5. Fortbildung/ Coaching für Lehrkräfte, Erzieherinnen/Erzieher, Sozialpädagoginnen/ -pädagogen und sonderpädagogische Fachkräfte
  6. Seminare für Sorgeberechtigte und Familien der Schülerinnen und Schüler
  7. Erfahrungsaustausch, Netzwerkbildungen
  8. Wissenschaftliche Prozessvorbereitung und -begleitung

Die Maßnahmen werden geschlechtersensibel durchgeführt.

Wer stellt den Förderantrag?

Antragsberechtigt sind die Schulträger der zu fördernden Schulen (Träger staatlicher Schulen sowie freie Träger von genehmigten Ersatzschulen), öffentlich-rechtliche und private Bildungseinrichtungen sowie sonstige Unternehmen und Einrichtungen des privaten Rechts, wenn sie aufgrund ihrer Erfahrungen und Kompetenz geeignet erscheinen.

Wie viel wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Projektförderung. Sie wird als nicht rückzahlbare Zuwendung im Wege der Anteilsfinanzierung bis zu 100 Prozent für folgende zuwendungsfähigen Gesamtausgaben gewährt:

  • Personalausgaben für fest angestelltes Personal
  • Honorare
  • Ausgaben für Reisen von Personal, Honorarkräften, Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie betreuendes pädagogisches Fachpersonal der Schule
  • Ausgaben für Räume und Gebäude
  • Projektbezogene Sachausgaben für die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer
  •  Miete und Leasing von Gegenständen
Für die projektbezogenen indirekten Ausgaben werden als Pauschalsatz 15 Prozent der förderfähigen direkten Personalausgaben gewährt.

Regeln für die Förderung

Die Zuwendung kann nur gewährt werden, wenn die Gesamtfinanzierung des Projekts sichergestellt ist und der Antragsteller die Gewähr für eine ordnungsmäße Durchführung und Abrechnung des Projekts bietet. Eine Zuwendung soll insbesondere dann nicht erfolgen, wenn

  • gegen den Antragsteller ein Insolvenzeröffnungsverfahren anhängig ist,
  • gegen den Antragsteller ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder -
  • eine Eintragung des Antragstellers im Schuldnerverzeichnis nach Maßgabe des § 882b ZPO besteht. 

Auswahl der Schulen/Konzept

Voraussetzung für die Teilnahme von Schulen ist, dass diese zuvor von der Agentur für Bildungsgerechtigkeit und Berufsorientierung (ABBO; siehe Teil B der Richtlinie) beim Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), Heinrich-Heine-Allee 2-4, 99438 Bad Berka, welche ausschließlich für die Umsetzung dieses Förderprogramms beim ThILLM eingerichtet wird, für eine Förderung grundsätzlich ausgewählt wurden.

Ausgewählt werden können Regelschulen, Gemeinschaftsschulen und Gesamtschulen, bei denen die Quote der die Schule verlassenden Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss über 10 % beträgt.

Für diese Schwerpunktschulen müssen von der Schulkonferenz oder einem entsprechenden Gremium bestätigte Konzepte, ausgerichtet auf das Ziel der Verringerung der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss, vorliegen.

Antragstellung

Die Anträge bestehen aus einem Antragsvordruck, dem Konzept, einem Finanzierungsplan und einer maßnahmebezogenen Absichtserklärung der Schule. Die ABBO nimmt zu den bei der GFAW eingereichten Anträgen Stellung.

Die Anträge sind spätestens acht Wochen vor Vorhabensbeginn formgebunden an die GFAW - Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH, Warsbergstraße 1 in 99092 Erfurt zu richten. Maßgeblich für den Zeitpunkt der rechtzeitigen Antragstellung ist der Eingang des Antrags bei der GFAW.

Dem Antragsverfahren kann ein Konzeptauswahlverfahren vorgeschaltet werden. Die Entscheidung hierüber trifft das für das Schulwesen zuständige Thüringer Ministerium. Die Bewilligungsbehörde führt das Verfahren im Einvernehmen mit dem zuständigen Ministerium unter Zugrundelegung spezifischer fachlicher und bedarfsorientierter Auswahlkriterien durch. Hierzu wird auf der Homepage der GFAW aufgerufen, geeignete Konzepte einzureichen. Die Auswahl der Projekte, die im Rahmen des Konzeptauswahlverfahrens zur Antragstellung aufgefordert werden, erfolgt durch eine Jury.

Der oben genannte Fördergegenstand unterliegt weiterhin folgenden Rechtsvorschriften: 

  • dem Thüringer Gesetz über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Thüringer Vergabegesetz – ThürVgG) und
  • der Thüringer Verwaltungsvorschrift zur Vergabe öffentlicher Aufträge (ThürVVöA)
Beide Vorschriften sind u. a. über die offizielle Internetseite der Thüringer Ministerien über http://www.thueringen.de/th6/tmwwdg/wirtschaft/wirtschaftsverwaltung/oeffentaw/ zu finden. Auf dieser Seite befinden sich die weitergehenden Links zum Thüringer Vergabegesetz und zur Verwaltungsvorschrift.

 

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