ELER-Bildungsrichtlinie: 1.1 (BEQ) Berufsbildung und der Erwerb von Qualifikationen (ELER)

Was wird gefördert?

Gefördert werden: 

  • Ausbildungskurse, Lehrgänge und Workshops 
  • Vorhaben, die die Befähigung zum Führen und das sichere Bedienen von Maschinen/Fahrzeugen (u.a. Befähigungsnachweise für Flurförderzeuge und Erdbaumaschinen sowie Motorsägen, Sicherheitstrainings, Schweißen) zum Inhalt haben
  • Kurse für Auszubildende ausgewählter Grüner Berufe zum Erlangen der Führerscheinklasse T

Die Kurse dürfen nicht Teil der normalen Ausbildung im Sekundarbereich oder in höheren Bereichen sein.

Wer stellt den Förderantrag?

Förderfähig sind Bildungseinrichtungen unabhängig von der Rechtsform, die auf dem Gebiet der Organisation und Durchführung von Bildungsvorhaben oder Informationsveranstaltungen tätig sind und nachweisen, dass sie geeignet sind und über ausreichend qualifiziertes Personal verfügen.

Wie viel wird gefördert?

Die Zuwendung für die Auszubildenden-Kurse zum Erwerb der Führerscheinklasse T erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Finanzierung der zuwendungsfähigen Ausgaben erfolgt als Anteilsfinanzierung. Der Fördersatz beträgt 70 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Gefördert werden die notwendigen direkten und indirekten Ausgaben (Organisationsausgaben) der Bildungseinrichtung, die im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung des geplanten Vorhabens stehen. Ausgaben der Teilnehmer/innen, die im Zusammenhang mit diesem Vorhaben stehen, wie z.B. Unterkunfts- und Fahrtausgaben, sind nicht zuwendungsfähig.

Für alle anderen Weiterbildungsveranstaltungen gilt:

  • Die Förderung erfolgt anhand von Standardeinheitskosten bzw. Festbeträgen im Rahmen einer Festbetragsfinanzierung.
  • Der Zuschuss wird als Festbetrag in Höhe von 90 EUR je Teilnehmer und Durchführungstag gewährt. Davon abweichend beträgt der Festbetrag für Vorhaben zum ökologischen Landbau oder an denen ausschließlich Auszubildende teilnehmen 107 EUR je Teilnehmer und Durchführungstag.
  • Ein Durchführungstag muss mindestens acht Unterrichtseinheiten umfassen. Beträgt das Vorhaben weniger als acht jedoch mehr als vier Unterrichtseinheiten, wird der Festbetrag zur Hälfte gewährt.

Regeln für die Förderung

Der Antrag ist schriftlich und fristgerecht bei der GFAW, Warsbergstraße 1 in 99092 Erfurt, einzureichen. Maßgeblich für den Zeitpunkt der rechtzeitigen Antragstellung ist der Posteingang bei der GFAW.

Mit dem geplanten Bildungsvorhaben darf vor Bewilligung noch nicht begonnen worden sein. In Ausnahmefällen kann bei der Bewilligungsstelle ein Antrag auf „Genehmigung eines förderunschädlichen Vorhabenbeginns“ gestellt werden.

  • Bildungsvorhaben, die im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. April eines Jahres beginnen sollen, sind bis zum 30. September des Vorjahres zu beantragen.
  • Bildungsvorhaben, die im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. August beginnen sollen, sind bis zum 31. Januar des Jahres zu beantragen
  • Bildungsvorhaben, die im Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember des Jahres beginnen sollen, sind bis zum 31. Mai des Jahres zu beantragen.

Für Bildungsvorhaben, die über die jeweils genannten Durchführungszeiträume hinausgehen (länger als sechs Monate), ist der Vorhabenbeginn maßgeblich für die geltende Antragsfrist.

Die Bewilligung der Zuwendung erfolgt im Ergebnis eines Auswahlverfahrens nach Abs. 1 und 2 des Art. 49 der VO (EU) Nr. 1305/2013. Dabei erfolgt eine Priorisierung der zuwendungsfähigen Anträge entsprechend der vom ELER-Begleitausschuss festgelegten Auswahlkriterien. Im Ergebnis des Auswahlverfahrens können aufgrund der durch die Priorisierung entstehenden Rangfolge Anträge abgelehnt werden.

Das Vorhaben muss in Thüringen durchgeführt werden.

An dem Vorhaben müssen Personen, die zur Land- und Forstwirtschaft, zum Lebensmittelsektor oder zu kleinen Unternehmen und Kleinstunternehmen im ländlichen Raum gehören und ihre Arbeitsstätte in Thüringen haben, teilnehmen. An den Kursen zum Erwerb der Führerscheinklasse T müssen mindestens acht förderfähige Auszubildende teilnehmen. In begründeten Fällen kann die Bewilligungsstelle jedoch Ausnahmen von der Mindestteilnehmerzahl zulassen.

Hinweis: Die Inhalte dieser Website werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Der Anbieter übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Nutzung der abrufbaren Inhalte erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers. Auf den Volltext der Richtlinie und Verordnungen in der jeweils geltenden Fassung wird verwiesen.

Seitenanfang