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ELER-Bildungsrichtlinie: 1.2. (DEIN) Demonstrationstätigkeiten und Informationsmaßnahmen (ELER)

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Organisation und Durchführung folgender Bildungsvorhaben:

  • Praktische Vorführungen/Demonstrationstätigkeiten zur Vorstellung von Technologien oder maßgeblich verbesserten Maschinen und Geräten, neuer Methoden des Pflanzenschutzes, von Produktionstechnik sowie von Methoden und Verfahren des ökologischen Landbaus
  • Verbreitung von Informationen über Berufe der Land- und Forstwirtschaft (Informationsmaßnahmen).

Wer stellt den Förderantrag?

Förderfähig sind Bildungseinrichtungen unabhängig von der Rechtsform, die auf dem Gebiet der Organisation und Durchführung von Bildungsvorhaben oder Informationsveranstaltungen tätig sind und nachweisen, dass sie geeignet sind und über ausreichend qualifiziertes Personal verfügen.

Wie viel wird gefördert?

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Finanzierung der zuwendungsfähigen Ausgaben erfolgt als Anteilfinanzierung.

Gefördert werden die notwendigen direkten und indirekten Ausgaben (Organisationsausgaben) der Bildungseinrichtung, die im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung des geplanten Vorhabens stehen. Ausgaben der Teilnehmer/innen, die im Zusammenhang mit diesem Vorhaben stehen, wie z.B. Unterkunfts- und Fahrtausgaben, sind nicht zuwendungsfähig.

Der Fördersatz beträgt 70 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Davon abweichend beträgt der Fördersatz:

  • 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Vorhaben zum ökologischen Landbau und
  • 60 % der zuwendungsfähigen Investitionsausgaben.

Regeln für die Förderung

Der Antrag ist schriftlich und fristgerecht bei der GFAW, Warsbergstraße 1 in 99092 Erfurt, einzureichen. Maßgeblich für den Zeitpunkt der rechtzeitigen Antragstellung ist der Posteingang bei der GFAW.

Mit dem geplanten Bildungsvorhaben darf vor Bewilligung noch nicht begonnen worden sein. In Ausnahmefällen kann bei der Bewilligungsstelle ein Antrag auf „Genehmigung eines förderunschädlichen Vorhabenbeginns“ gestellt werden.

Bildungsvorhaben, die ab dem 01. September 2015 bis zum 31. März 2016 durchgeführt werden sollen, sind bis zum 04. September 2015 zu beantragen. Weiterhin ist für Projekte, die ab dem 01. April 2016 bis zum 30. September 2016 geplant sind, ein Antrag bis zum 31. Oktober 2015 bei der GFAW einzureichen.

Für spätere Durchführungszeiträume gilt:

  • Bildungsvorhaben, die ab dem 01. Oktober des Antragsjahres bis zum 31. März des Folgejahres durchgeführt werden sollen, sind bis zum 31. März des Antragsjahres zu beantragen.
  • Bildungsvorhaben, die ab dem 01. April bis zum 30. September durchgeführt werden sollen, sind bis zum 30. September des Vorjahres zu beantragen.

Für Bildungsvorhaben, die über die jeweils genannten Durchführungszeiträume hinausgehen (länger als sechs Monate), ist der Vorhabenbeginn maßgeblich für die geltende Antragsfrist.

Die Bewilligung der Zuwendung erfolgt im Ergebnis eines Auswahlverfahrens nach Abs. 1 und 2 des Art. 49 der VO (EU) Nr. 1305/2013. Dabei erfolgt eine Priorisierung der zuwendungsfähigen Anträge entsprechend der vom ELER-Begleitausschuss festgelegten Auswahlkriterien. Im Ergebnis des Auswahlverfahrens können aufgrund der durch die Priorisierung entstehenden Rangfolge Anträge abgelehnt werden.

Das Vorhaben muss in Thüringen durchgeführt werden.

Außer bei Informationsmaßnahmen müssen an dem Vorhaben mindestens acht Personen (Mindestteilnehmerzahl), die zur Land- und Forstwirtschaft, zum Lebensmittelsektor oder zu kleinen Unternehmen und Kleinstunternehmen im ländlichen Raum gehören, teilnehmen und ihre Arbeitsstätte in Thüringen haben. In begründeten Fällen kann die Bewilligungsstelle jedoch Ausnahmen von der Mindestteilnehmerzahl zulassen.

Als an dem Vorhaben teilnehmende Personen kommen Unternehmer, Selbständige, Forstbetriebsinhaber sowie Beschäftigte (einschließlich Auszubildende) in Frage.

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