Wir stehen Ihnen gern telefonisch zur Verfügung. Servicetelefon
0361/ 2223 - 0

ELER-Bildungsrichtlinie: 1.3 (BBM) Betriebsaustausche und -besuche des land- und forstwirtschaftlichen Managements (ELER)

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Organisation und Durchführung folgender Bildungsvorhaben:

Kurzzeitige Betriebsaustausche und -besuche des land- und forstwirtschaftlichen Managements, die folgenden Inhalt haben:

  • Vermittlung bewährter (best practice) oder neuer land- und forstwirtschaftlicher Methoden/Verfahren/Technologien (auch in den Bereichen Waldbau und Holzernte) oder
  • Möglichkeiten zur landwirtschaftlichen Diversifizierung oder

  • Verbesserung des Beitrags (Wertschöpfung) landwirtschaftlicher Unternehmen in der Versorgungskette oder
  • Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten außerhalb der landwirtschaftlichen Diversifizierung.

Wer stellt den Förderantrag?

Förderfähig sind Bildungseinrichtungen unabhängig von der Rechtsform, die auf dem Gebiet der Organisation und Durchführung von Bildungsvorhaben oder Informationsveranstaltungen tätig sind und nachweisen, dass sie geeignet sind und über ausreichend qualifiziertes Personal verfügen.

Wie viel wird gefördert?

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Finanzierung der zuwendungsfähigen Ausgaben erfolgt als Anteilfinanzierung.

Gefördert werden die notwendigen direkten und indirekten Ausgaben (Organisationsausgaben) der Bildungseinrichtung, die im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung des geplanten Vorhabens stehen. Ausgaben der Teilnehmer/innen, die im Zusammenhang mit diesem Vorhaben stehen, wie z.B. Unterkunfts- und Fahrtausgaben, sind nicht zuwendungsfähig.

Der Fördersatz beträgt 70 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Davon abweichend beträgt der Fördersatz:

  • 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Vorhaben zum ökologischen Landbau.

Regeln für die Förderung

Der Antrag ist schriftlich und fristgerecht bei der GFAW, Warsbergstraße 1 in 99092 Erfurt, einzureichen. Maßgeblich für den Zeitpunkt der rechtzeitigen Antragstellung ist der Posteingang bei der GFAW.

Mit dem geplanten Bildungsvorhaben darf vor Bewilligung noch nicht begonnen worden sein. In Ausnahmefällen kann bei der Bewilligungsstelle ein Antrag auf „Genehmigung eines förderunschädlichen Vorhabenbeginns“ gestellt werden.

Bildungsvorhaben, die ab dem 01. September 2015 bis zum 31. März 2016 durchgeführt werden sollen, sind bis zum 04. September 2015 zu beantragen. Weiterhin ist für Projekte, die ab dem 01. April 2016 bis zum 30. September 2016 geplant sind, ein Antrag bis zum 31. Oktober 2015 bei der GFAW einzureichen.

Für spätere Durchführungszeiträume gilt:

  • Bildungsvorhaben, die ab dem 01. Oktober des Antragsjahres bis zum 31. März des Folgejahres durchgeführt werden sollen, sind bis zum 31. März des Antragsjahres zu beantragen.
  • Bildungsvorhaben, die ab dem 01. April bis zum 30. September durchgeführt werden sollen, sind bis zum 30. September des Vorjahres zu beantragen.

Für Bildungsvorhaben, die über die jeweils genannten Durchführungszeiträume hinausgehen (länger als sechs Monate), ist der Vorhabenbeginn maßgeblich für die geltende Antragsfrist.

Die Bewilligung der Zuwendung erfolgt im Ergebnis eines Auswahlverfahrens nach Abs. 1 und 2 des Art. 49 der VO (EU) Nr. 1305/2013. Dabei erfolgt eine Priorisierung der zuwendungsfähigen Anträge entsprechend der vom ELER-Begleitausschuss festgelegten Auswahlkriterien. Im Ergebnis des Auswahlverfahrens können aufgrund der durch die Priorisierung entstehenden Rangfolge Anträge abgelehnt werden.

Das Vorhaben kann sowohl in als auch außerhalb von Thüringen durchgeführt werden.

Ein Betriebsaustausch ist bis maximal sechs Monate und ein Betriebsbesuch bis maximal sieben Wochentage zuwendungsfähig.

An den Vorhaben müssen mindestens acht Personen (Mindestteilnehmerzahl), die zur Land- und Forstwirtschaft gehören, teilnehmen und ihre Arbeitsstätte in Thüringen haben. In begründeten Fällen kann die Bewilligungsstelle jedoch Ausnahmen von der Mindestteilnehmerzahl zulassen.

Als an dem Vorhaben teilnehmende Personen kommen Unternehmer, Selbständige, Forstbetriebsinhaber sowie Beschäftigte des Managements (Leitungsebene) in Frage.

Für Veranstaltungen, die nach dem 10.08.2017 durchgeführt werden, gilt (gemäß Festlegung des zuständigen Ministeriums - TMIL):

1.     Beschäftigte der berufsständischen Vertretungen können keinem der möglichen förderfähigen Personenkreise entsprechend der Förderrichtlinie zugeordnet werden.

2.     Beschäftigte der Zuchtorganisationen zählen zur Personengruppe "Landwirtschaft".

Hinweis: Die Inhalte dieser Website werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Der Anbieter übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Nutzung der abrufbaren Inhalte erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers. Auf den Volltext der Richtlinie und Verordnungen in der jeweils geltenden Fassung wird verwiesen.

Seitenanfang