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ELER-Vergabe: 2.1 Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Beratungsdiensten 1.2017 (ELER)

Welche Leistungen werden vergeben?

Gilt nur für die Ausschreibung 2018 und 2019:

Vergeben wurden landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungsleistungen für folgende Beratungsthemen (= Fachlose):

1. Verpflichtungen auf Ebene des landwirtschaftlichen Betriebes, die sich aus den Grundanforderungen an die Betriebsführung und/oder die Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (Beratung zu CC, GLÖZ) ergeben

(nicht für schafhaltende Betriebe)

 

2. Dem Klima und der Umwelt zugutekommende landwirtschaftliche Praktiken, Ökosystemleistungen und grüne Infrastruktur

 

Hierunter fällt auch die Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen zur produktionsintegrierten Kompensation in konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben.

 

3. Planung, Beantragung und/oder Umsetzung der ELER-Maßnahmen:

  • M04-Investitionsförderung in den Teilmaßnahmen

    4.1 Unterstützung für Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben

    4.2 Unterstützung für Investitionen in die Verarbeitung/Vermarktung und/oder Entwicklung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen

     

  • M06-Unterstützung für Investitionen für die Schaffung und Entwicklung nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeiten

     

  • M10-Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen

  • M11-Ökologischer/biologischer Landbau

  • M16-Zusammenarbeit

    (nicht für schafhaltende Betriebe)

4. Anforderungen auf Ebene des Begünstigten für die Umsetzung von Artikel 11 Absatz 3 der Richtlinie 2000/60/EG (insbesondere landwirtschaftlicher Gewässerschutz, landwirtschaftliche Tätigkeiten in Trinkwasserschutzgebieten)

 

Dabei muss die Beratung die Optimierung des Stickstoff-Managements im Betrieb und die Reduktion der betrieblichen Stickstoffsalden zum Ziel haben.

Für eine Beratung kommen ausschließlich nur die Betriebe in Frage, deren landwirtschaftlich genutzte Fläche zu mindestens 50 % in den N-belasteten Grundwasserkörpern nach der in der Anlage 2 zum Rahmenvertrag dargestellten „Kulisse für Fachlos 4 Gewässerschutz“ liegt.

Betriebe, die gleichzeitig Mitglied einer Gewässerschutzkooperation sind, dürfen eine Beratung nach Fachlos 4 nur in Anspruch nehmen, sofern die Beratung nicht den bereits vertraglich vereinbarten Leistungen im Rahmen der Beteiligung an der Gewässerschutzkooperation entspricht.

5. Nationaler Aktionsplan (NAP) zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) (Anforderungen auf Ebene der Begünstigten für die Umsetzung von Artikel 33 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009)


6. Beratung für Junglandwirte

Eine Beratung für Junglandwirte ist unter den Voraussetzungen möglich, dass:

 

  • es sich um eine natürliche Person handelt, die sich erstmals mit/in einem landwirtschaftlichen Betrieb niedergelassen hat und die die Kontrolle über den Betrieb alleine oder gemeinschaftlich ausübt sowie

     

  • zum Zeitpunkt des Beratungsbeginns nicht älter als 40 Jahre ist.

Auch wenn sich mehr als ein Junglandwirt im Betrieb befindet, kann die Beratung nur für einen Junglandwirt in Anspruch genommen werden.

 

Die Beratung für Junglandwirte ist auf einen Zeitraum bis maximal fünf Jahre nach Erstniederlassung begrenzt. Die Frist wird eingehalten, wenn vor Ablauf mit der Beratung begonnen worden ist.

 

7. Fragen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und ökologischen Leistung des landwirtschaftlichen Betriebes

(nicht für schafhaltende Betriebe)

 

8. Umsetzung der Grundsätze des ökologischen Landbaus auf Basis der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 und des Öko-Landbau-Gesetzes (ÖLG)

 

Dabei muss die Beratung mindestens zu einem der folgenden Punkte erfolgen:

 

  • Beratung von ökologisch wirtschaften Betrieben zur Optimierung von Tierhaltung, Pflanzenbau, Betriebsmanagement und Vermarktung. Bei ökologisch wirtschaften Betrieben handelt es sich ausschließlich um anerkannte Öko-Betriebe, die dem Kontrollverfahren nach der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 unterstehen.

     

  • Beratung zur Umstellung von konventionell wirtschaftenden Betrieben auf ökologische Bewirtschaftungsverfahren.

9. Entwicklung kurzer Versorgungsketten

 

Dabei soll sich die Beratung auf mindestens einen der folgenden Inhalte beziehen:

  • Produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Beratung zur Anbaudiversifizierung

     

  • Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion

  • Beratung der Direktvermarkter zur Diversifizierung der Vermarktungswege.

10. Beratung zur Schafhaltung

 

Dabei umfasst die Beratung mindestens einen der folgenden Punkte und deren Inhalte:

 

Produktionstechnische Beratung im Betrieb

 

  • Tierhaltung und Tiergesundheit/Tierwohl; Investitionsberatung Fütterung (Rationsplanung und
    -kalkulationen für Winterfütterung und Gestaltung der Weideperiode)

  • Optimierung der Nutzung der vorhandenen Flächenausstattung (KULAP, Anbauplanung u. ä.)

  • Unterstützung bei Verhandlungen zu Landschaftspflege- und Naturschutzmaßnahmen

  • Arbeitswirtschaft

  • Zucht (Rassen, Bockeinsatz, Selektionsmaßnahmen in der Herde)

  • Vermarktung

Unterstützung bzw. Übernahme von Aufgaben zur Einhaltung gesetzlicher Regelungen, zu Dokumentationspflichten und Anträgen

 

  • Tierbestandsführung/Nutzung elektronischer Kennzeichnung

  • Cross Compliance

  • Buchführung

  • Fördermittelbeantragung

Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Betriebszweig

 

  • Erkennen der Potentiale

  • Erarbeitung zukunftsorientierter Betriebskonzepte.

11. Gesundheitliche Aspekte der Tierhaltung.

(nicht für schafhaltende Betriebe)

 

12. Soziale Landwirtschaft

Hierunter fällt auch die Beratung zur Diversifizierungsmöglichkeit „Lernort Bauernhof“.

 

13. Bienenfreundliche Landwirtschaft: Möglichkeiten der Landwirtschaft zur Förderung der Honigbiene und weiterer Blüten besuchender Insekten

 

Die Beratung muss mindestens zu einem der folgenden Punkte und deren Inhalten erfolgen:

 

Ackerbau:

 

  • Integration von Trachtpflanzen (Nektar, Pollen) in die Fruchtfolge,

  • blühende Kulturarten (z.B. Körnerleguminosen), Zwischenfrüchte, Untersaaten, Mischfruchtanbau, Blühflächen/]streifen

Grünland:

 

  • Erhalt, Pflege und Entwicklung von Wildpflanzen]/blütenreicher Flächen

Bewirtschaftung und Technik:

 

  • Anpassung von Mahd-/Mulchterminen und -technik

  • Belassen von (Rand-)Streifen, Erhalt und Schaffung von Rückzugsorten

  • Pflanzenschutz

Kommunikation vor Ort

 

Konkrete Maßnahmenvorschläge und Fördermöglichkeiten.

 

Der Aspekt Klimaschutz ist Bestandteil der Beratungsleistungen, insbesondere bei den Beratungsthemen 1, 2, 4, 5 und 8.

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