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ELER-Vergabe: 2.1 Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Beratungsdiensten (ELER)

Welche Leistungen werden vergeben?

Gilt nur für die Ausschreibung 2018 und 2019:

Vergeben werden landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungsleistungen für folgende Beratungsthemen (= Fachlose): 

  1. Verpflichtungen auf Ebene des landwirtschaftlichen Betriebes, die sich aus den Grundanforderungen an die Betriebsführung und/oder die Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (Beratung zu CC, GLÖZ) ergeben (nicht für schafhaltende Betriebe)

  2. Dem Klima und der Umwelt zugutekommende landwirtschaftliche Praktiken, Ökosystemleistungen und grüne Infrastruktur                Hierunter fällt auch die Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen zur produktionsintegrierten Kompensation in konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben. 

  3. Planung, Beantragung und/oder Umsetzung der ELER-Maßnahmen: - M04-Investitionsförderung in den Teilmaßnahmen 4.1 Unterstützung für Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben  4.2 Unterstützung für Investitionen in die Verarbeitung/Vermarktung und/oder Entwicklung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen - M06-Unterstützung für Investitionen für die Schaffung und Entwicklung nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeiten- M10-Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen - M11-Ökologischer/biologischer Landbau - M16-Zusammenarbeit(nicht für schafhaltende Betriebe) 

  4. Anforderungen auf Ebene des Begünstigten für die Umsetzung von Artikel 11 Absatz 3 der Richtlinie 2000/60/EG (insbesondere landwirtschaftlicher Gewässerschutz, landwirtschaftliche Tätigkeiten in Trinkwasserschutzgebieten) Dabei muss die Beratung die Optimierung des Stickstoff-Managements im Betrieb und die Reduktion der betrieblichen Stickstoffsalden zum Ziel haben. Für eine Beratung kommen ausschließlich nur die Betriebe in Frage, deren landwirtschaftlich genutzte Fläche zu mindestens 50 % in den N-belasteten Grundwasserkörpern nach der in der Anlage 2 zum Rahmenvertrag dargestellten „Kulisse für Fachlos 4 Gewässerschutz“ liegt. Betriebe, die gleichzeitig Mitglied einer Gewässerschutzkooperation sind, dürfen eine Beratung nach Fachlos 4 nur in Anspruch nehmen, sofern die Beratung nicht den bereits vertraglich vereinbarten Leistungen im Rahmen der Beteiligung an der Gewässerschutzkooperation entspricht. 

  5. Nationaler Aktionsplan (NAP) zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) (Anforderungen auf Ebene der Begünstigten für die Umsetzung von Artikel 33 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009)

  6. Beratung für Junglandwirte Eine Beratung für Junglandwirte ist unter den Voraussetzungen möglich, dass: es sich um eine natürliche Person handelt, die sich erstmals mit/in einem landwirtschaftlichen Betrieb niedergelassen hat und die die Kontrolle über den Betrieb alleine oder gemeinschaftlich ausübt sowie zum Zeitpunkt des Beratungsbeginns nicht älter als 40 Jahre ist. Auch wenn sich mehr als ein Junglandwirt im Betrieb befindet, kann die Beratung nur für einen Junglandwirt in Anspruch genommen werden. Die Beratung für Junglandwirte ist auf einen Zeitraum bis maximal fünf Jahre nach Erstniederlassung begrenzt. Die Frist wird eingehalten, wenn vor Ablauf mit der Beratung begonnen worden ist. 

  7. Fragen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und ökologischen Leistung des landwirtschaftlichen Betriebes (nicht für schafhaltende Betriebe) 

  8. Umsetzung der Grundsätze des ökologischen Landbaus auf Basis der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 und des Öko-Landbau-Gesetzes (ÖLG) Dabei muss die Beratung mindestens zu einem der folgenden Punkte erfolgen: Beratung von ökologisch wirtschaften Betrieben zur Optimierung von Tierhaltung, Pflanzenbau, Betriebsmanagement und Vermarktung. Bei ökologisch wirtschaften Betrieben handelt es sich ausschließlich um anerkannte Öko-Betriebe, die dem Kontrollverfahren nach der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 unterstehen.Beratung zur Umstellung von konventionell wirtschaftenden Betrieben auf ökologische Bewirtschaftungsverfahren. 

  9. Entwicklung kurzer Versorgungsketten Dabei soll sich die Beratung auf mindestens einen der folgenden Inhalte beziehen: Produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Beratung zur Anbaudiversifizierung Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion Beratung der Direktvermarkter zur Diversifizierung der Vermarktungswege. 

  10. Beratung zur Schafhaltung Dabei umfasst die Beratung mindestens einen der folgenden Punkte und deren Inhalte: Produktionstechnische Beratung im Betrieb Tierhaltung und Tiergesundheit/Tierwohl; Investitionsberatung Fütterung (Rationsplanung und
    -kalkulationen für Winterfütterung und Gestaltung der Weideperiode)
    Optimierung der Nutzung der vorhandenen Flächenausstattung (KULAP, Anbauplanung u. ä.) Unterstützung bei Verhandlungen zu Landschaftspflege- und Naturschutzmaßnahmen Arbeitswirtschaft Zucht (Rassen, Bockeinsatz, Selektionsmaßnahmen in der Herde) Vermarktung Unterstützung bzw. Übernahme von Aufgaben zur Einhaltung gesetzlicher Regelungen, zu Dokumentationspflichten und Anträgen Tierbestandsführung/Nutzung elektronischer Kennzeichnung Cross Compliance Buchführung Fördermittelbeantragung Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Betriebszweig Erkennen der Potential Erarbeitung zukunftsorientierter Betriebskonzepte.

  11. Gesundheitliche Aspekte der Tierhaltung. (nicht für schafhaltende Betriebe)

  12. Soziale Landwirtschaft Hierunter fällt auch die Beratung zur Diversifizierungsmöglichkeit „Lernort Bauernhof“.

  13. Bienenfreundliche Landwirtschaft: Möglichkeiten der Landwirtschaft zur Förderung der Honigbiene und weiterer Blüten besuchender Insekten Die Beratung muss mindestens zu einem der folgenden Punkte und deren Inhalten erfolgen: Ackerbau: Integration von Trachtpflanzen (Nektar, Pollen) in die Fruchtfolge, blühende Kulturarten (z.B. Körnerleguminosen), Zwischenfrüchte, Untersaaten, Mischfruchtanbau, Blühflächen/streifen Grünland: Erhalt, Pflege und Entwicklung von Wildpflanzen/blütenreicher Flächen Bewirtschaftung und Technik: Anpassung von Mahd-/Mulchterminen und -technik Belassen von (Rand-)Streifen, Erhalt und Schaffung von Rückzugsorten Pflanzenschutz Kommunikation vor Ort Konkrete Maßnahmenvorschläge und Fördermöglichkeiten.

 

Der Aspekt Klimaschutz ist Bestandteil der Beratungsleistungen, insbesondere bei den Beratungsthemen 1, 2, 4, 5 und 8. 

Die Vergabe von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Beratungsleistungen erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. 

Auf der ersten Stufe geben die Bieter ein Angebot über ihre Beratungsleistungen für ein oder mehrere Beratungsthemen (= Fachlose) ab. 

Nach der Angebotsöffnung wird auf die Angebote der Zuschlag erteilt, die die folgenden Kriterien erfüllen: 

  • Formale Kriterien

  • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen und Vorliegen der Eignungskriterien

  • Angemessenheit des Stundensatzes für eine Beraterstunde

  • Zuschlagskriterien. 

Mit der Zuschlagserteilung ist gleichzeitig der Rahmenvertrag abgeschlossen. Nach Ermittlung des konkreten Beratungsbedarfs und Festlegung der Finanzmittel für jedes Fachlos erfolgt auf der zweiten Stufe der Abschluss von Dienstleistungsverträgen. Die Dienstleistungsverträge werden nach folgendem Verfahren abgeschlossen: Die insgesamt je Fachlos zur Verfügung stehenden Finanzmittel werden auf der Grundlage und innerhalb der Laufzeit des Rahmenvertrages unter Beachtung des Mindest- und Höchstbetrages (4.500 € bis 30.000 € netto pro Einzelberater und Jahr) sowie anhand der von den Bietern angegebenen Beratungskapazitäten unter allen Bietern, die den Zuschlag erhalten haben, aufgeteilt. Erst mit dem Abschluss des Dienstleistungsvertrages entstehen konkrete Beratungspflichten.

Wer kann ein Angebot abgeben?

Ein Angebot kann ein öffentlicher oder privater Anbieter von landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Beratungsleistungen abgeben.

 

Wie hoch ist das Vergabevolumen?

Die mit den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Beratungsanbietern in einem öffentlichen Vergabeverfahren vereinbarten und erbrachten Beratungsleistungen werden zu 100 % erstattet, jedoch bis maximal 1.500 € netto je Beratung. Als Grundlage der Abrechnung dient u.a. der einzelne Beratungsvertrag.

Aufwendungen, die erstattet werden, sind:

  • aufgewendete Beratungsstunden entsprechend des Stundensatzes laut Angebot

  • Untersuchungsausgaben zur Analyse und Optimierung des Unternehmenserfolges, die im Zusammenhang mit den erbrachten Beratungsleistungen stehen sowie

  • sonstige Ausgaben in Verbindung mit den erbrachten Beratungsleistungen (z. B. Honorarleistungen für Dritte wie externe Berater).

Ausgaben für Rechts- und Steuerberatungen sind nicht erstattungsfähig.

Für den Umfang der abzuschließenden Dienstleistungsverträge gelten eine Mindest- und eine Höchstgrenze. Die Mindestgrenze liegt bei 4.500 € netto pro Einzelberater und Jahr und die Höchstgrenze bei 30.000 € netto pro Einzelberater und Jahr, jeweils unabhängig von der Anzahl der Fachlose.

Regeln zur Vergabe

Für die Erstellung des Angebotes sind die in den Vergabeunterlagen vorgegebenen Vordrucke zwingend zu verwenden.

Das Angebot ist in einem verschlossenen und gekennzeichneten Umschlag bis zum Ablauf der Angebotsfrist bei der GFAW einzureichen. Näheres hierzu regeln die Vergabeunterlagen.

Das Angebot ist ausschließlich schriftlich im Original auf dem Postweg oder direkt einzureichen. Eine Einreichung per Telefax oder in mündlicher, fernmündlicher oder elektronischer Form ist nicht zugelassen.

Fragen zu den Vergabeunterlagen und zum Vergabeverfahren sind per E-Mail an eler-beratung@gfaw-thueringen.de bis spätestens 8 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist zu richten.

Enthalten die Vergabeunterlagen nach Ansicht des Bieters Unklarheiten, so hat er die GFAW darauf unverzüglich vor Angebotsabgabe in Textform hinzuweisen.

Es erfolgt keine Erstattung von Kosten/Aufwendungen für die Erstellung und Abgabe des Angebotes.

 

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