Wir stehen Ihnen gern telefonisch zur Verfügung. Servicetelefon
0361/ 2223 - 0
Person 3

ELER-Vergabe: 2.1 Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Beratungsdiensten (ELER)

Welche Leistungen werden vergeben?

 

Gilt nur für die Ausschreibung 2016 und 2017 :

 

Vergeben werden landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungsleistungen für folgende Beratungsthemen (= Fachlose):

  1. Verpflichtungen auf Ebene des landwirtschaftlichen Betriebs, die sich aus den Grundanforderungen an die Betriebsführung und/oder die Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (Beratung zu CC, GLÖZ) ergeben
  2. Dem Klima und der Umwelt zugutekommende landwirtschaftliche Praktiken, Ökosystemleistungen und grüne Infrastruktur
  3. Planung, Beantragung und/oder Umsetzung der ELER-Maßnahmen:
    - M04 Investitionsförderung in den Teilmaßnahmen
      * 4.1 Unterstützung für Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben
      * 4.2 Unterstützung für Investitionen in die Verarbeitung/Vermarktung
        und/oder Entwicklung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen
    - M06 Unterstützung für Investitionen für die Schaffung und Entwicklung
      nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeiten
    - M10 Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen
    - M11 Ökologischer/biologischer Landbau
    - M16 Zusammenarbeit
  4. Anforderungen auf Ebene des Begünstigten für die Umsetzung von Artikel 11 Absatz 3 der Richtlinie 2000/60/EG (insbesondere landwirtschaftlicher Gewässerschutz, landwirtschaftliche Tätigkeiten in Trinkwasserschutzgebieten)
  5. Nationaler Aktionsplan (NAP) zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) (Anforderungen auf Ebene der Begünstigten für die Umsetzung von Artikel 33 der VO (EG) Nr. 1107/2009)
  6. Spezifische Beratung für Landwirte, die sich erstmals niederlassen
  7. Fragen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und ökologischen Leistung des landwirtschaftlichen Betriebes
  8. Umsetzung der Grundsätze des ökologischen Landbaus auf Basis der VO (EG) Nr. 834/2007 in Verbindung mit der VO (EG) Nr. 889/2008 und des Öko-Landbau-Gesetzes (ÖLG) außer einer Umstellungsberatung
  9. Entwicklung kurzer Versorgungsketten
  10. Gesundheitliche Aspekte der Tierhaltung.

Der Aspekt Klimaschutz ist Bestandteil der Beratungsleistungen, insbesondere bei den Elementen 1, 2, 4, 5 und 8.

Die Vergabe von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Beratungsleistungen erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.

Auf der ersten Stufe geben die Bieter ein Angebot über ihre Beratungskapazitäten für ein oder mehrere Beratungsthemen (= Fachlose) ab.

Nach der Angebotsöffnung wird auf die Angebote der Zuschlag erteilt, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Formale Kriterien
  • Angemessenheit des Stundensatzes für eine Beratungsstunde 
  • Eignungskriterien
  • Zuschlagskriterien.

Mit der Zuschlagserteilung ist gleichzeitig der Rahmenvertrag abgeschlossen. Nach Ermittlung des konkreten Beratungsbedarfs und Festlegung der Finanzmittel für jedes Fachlos erfolgt auf der zweiten Stufe der Abschluss von Dienstleistungsverträgen. Die Dienstleistungsverträge werden nach folgendem Verfahren abgeschlossen: Die insgesamt je Fachlos zur Verfügung stehenden Finanzmittel werden auf der Grundlage und innerhalb der Laufzeit des Rahmenvertrages unter Beachtung des Mindest- und Höchstbetrages (4.500 bis 30.000 € pro Einzelberater und Jahr) sowie anhand der von den Bietern angegebenen Beratungskapazitäten unter allen Bietern, die den Zuschlag erhalten haben, aufgeteilt. Erst mit dem Abschluss des Dienstleistungsvertrages entstehen konkrete Beratungspflichten.

Wer kann ein Angebot abgeben?

Ein Angebot abgeben kann ein öffentlicher oder privater Anbieter von landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Beratungsleistungen.

Wie hoch ist das Vergabevolumen?

Die mit den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Beratungsanbietern vereinbarten und erbrachten Beratungsleistungen werden zu 100 % erstattet, jedoch bis maximal 1.500 € je Beratung. Als Grundlage der Abrechnung dient der einzelne Beratungsvertrag.

Ausgabekategorien, die erstattet werden, sind:
  • aufgewendete Beratungsstunden entsprechend des Stundensatzes laut Angebot
  • Untersuchungsausgaben zur Analyse und Optimierung des Unternehmenserfolges, die im Zusammenhang mit den erbrachten Beratungsleistungen stehen sowie

  • sonstige Ausgaben in Verbindung mit den erbrachten Beratungsleistungen (z. B. Honorarleistungen für Dritte wie externe Berater).

Ausgaben für Rechts- und Steuerberatungen sind nicht erstattungsfähig.

Für den Umfang der abzuschließenden Dienstleistungsverträge gelten eine Mindest- und eine Höchstgrenze. Die Mindestgrenze liegt bei 4.500 € pro Einzelberater und Jahr und die Höchstgrenze bei 30.000 € pro Einzelberater und Jahr, jeweils unabhängig von der Anzahl der Fachlose.

Regeln zur Vergabe

Für die Erstellung des Angebotes sind ausschließlich die von der GFAW bereitgestellten Vergabeunterlagen zu verwenden.

Das Angebot ist in einem verschlossenen und gekennzeichneten Umschlag bis zum Ablauf der Angebotsfrist bei der GFAW einzureichen. Die Kennzeichnung auf dem Umschlag erfolgt mit dem Vermerk („Bitte nicht öffnen!“).

Das Angebot ist ausschließlich schriftlich im Original auf dem Postweg oder direkt einzureichen. Eine Einreichung per Telefax oder in mündlicher, fernmündlicher oder elektronischer Form ist nicht zugelassen.

Fragen zu den Vergabeunterlagen und zum Vergabeverfahren sind  per E-Mail an eler-beratung@gfaw-thueringen.de bis spätestens 10 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist zu richten.

Enthalten die Vergabeunterlagen nach Ansicht des Bieters Unklarheiten, so hat er darauf unverzüglich, spätestens aber 14 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist, die GFAW per E-Mail an eler-beratung@gfaw-thueringen.de hinzuweisen.

Es erfolgt keine Erstattung von Kosten/Aufwendungen für die Erstellung und Abgabe des Angebotes.

Nächste Ausschreibung für 2018 und 2019. 

Hinweis: Die Inhalte dieser Website werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Der Anbieter übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Nutzung der abrufbaren Inhalte erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers. Auf den Volltext der Verfahrensbeschreibung und Verordnungen in der jeweils geltenden Fassung wird verwiesen.

Seitenanfang