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ÖGB: 2.2 Lohnkostenzuschuss soziale Teilhabe (Land)

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Was wird gefördert?

Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für zusätzliche, wettbewerbsneutrale und im öffentlichen Interesse liegende Tätigkeiten in Ergänzung des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“

Wer stellt den Förderantrag?

Natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften, die ihren Sitz oder eine Niederlassung in Thüringen haben

Wie viel wird gefördert?

  • Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung und nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Festbetragsfinanzierung.
  • Zuwendungsfähig sind das Gesamtbruttoentgelt des geförderten Arbeitnehmers und die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers als Pauschalsatz von 20,4 Prozent des Gesamtbruttoentgeltes. Die Förderung je Arbeitsplatz beträgt seit dem 01.01.2017 pro Monat bis zu 1.372 Euro bei 30 Wochenstunden, 1.144 Euro bei 25 Wochenstunden, 915 Euro bei 20 Wochenstunden sowie 686 Euro bei 15 Wochenstunden.
  • Im Falle einer Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ab dem 01.01.2018 und ab dem 01.01.2019 erhöhen sich die Festbeträge jeweils ab diesem Zeitpunkt um den Faktor der Erhöhung des Mindestlohns, abgerundet auf den vollen Eurobetrag.
  • Je Einzelprojekt werden maximal 4 Teilnehmerplätze gefördert.
  • Die volle Zuwendung wird nur gewährt, wenn die zuwendungsfähigen Ausgaben mindestens den jeweils genannten monatlichen Festbetrag erreichen. Wird dieser unterschritten, wird die Zuwendung in Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt. Für Zeiten, in denen Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Arbeitsentgelt haben (z.B. Krankengeldbezug, unbezahlter Urlaub), wird kein Zuschuss geleistet. Wird dem Arbeitgeber aufgrund eines Ausgleichssystems Arbeitsentgelt erstattet, ist für den Zeitraum der Erstattung der Zuschuss entsprechend zu mindern.
Die Förderdauer beträgt maximal 36 Monate, längstens jedoch bis zum 31.12.2020.

Regeln für die Förderung

  • Die geförderten Personen verfügen über einen Wohnsitz in Thüringen.
  • Für die geförderten Personen ist die Teilnahme freiwillig.
  • Die Förderung erfolgt für langzeitarbeitslose Personen oder arbeitslose Personen im Langzeitleistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) mit besonderem Unterstützungsbedarf.
  • Eine Förderung kann im Anschluss an eine Tätigkeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) erfolgen, wenn diese abgeschlossen ist und nicht vorzeitig beendet wurde.
  • Es ist zunächst eine formgebundene Kurzbeschreibung zu Art und Inhalt des vorgesehenen Arbeits- bzw. Gemeinwohlarbeitsplatzes bei den Regionalstellen der GFAW einzureichen.
  • Die GFAW prüft diese Kurzbeschreibung und koordiniert das weitere Verfahren mit den Jobcentern. Die Kurzbeschreibungen werden bewertet und abgestimmt. Für die Vermittlung der teilnehmenden Personen sind die jeweiligen Jobcenter zuständig, gegebenenfalls unter Beteiligung der Integrationscoaches aus Projekten der Integrations- bzw. der Aktivierungsrichtlinie.
  • Bei einem positiven regionalen Votum der Kurzbeschreibung werden Sie zur Antragstellung aufgefordert.
  • Die formgebundenen Anträge auf Gewährung einer Zuwendung nach dieser Richtlinie sind spätestens 6 Wochen vor dem geplanten Projektbeginn bei der GFAW einzureichen. Maßgeblich für den Zeitpunkt der rechtzeitigen Antragstellung ist der Eingang des Antrags bei der GFAW.
  • Mit dem Projekt darf erst nach schriftlicher Zustimmung durch die GFAW bzw. mit Bewilligung des Vorhabens begonnen werden. Auch der Abschluss des Arbeitsvertrages bzw. die Bereitstellung der Arbeitsgelegenheiten darf erst nach schriftlicher Zustimmung durch die GFAW bzw. mit Bewilligung des Vorhabens erfolgen.
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