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Bereitstellung von Video- und Audiodolmetscherleistungen

Im Zuge der vermehrten Zuwanderung von Flüchtlingen und damit verbunden dem steigenden Anteil von ausländischen Mitbürgern leben auch in Thüringen vermehrt Menschen, bei denen aufgrund mangelnder Kenntnisse der deutschen Sprache nicht unerhebliche Kommunikationsschwierigkeiten bestehen. Zur Überwindung der Sprachbarrieren soll durch die Dienstleistung „Video- und Audiodolmetschen“ im Bedarfsfall auf schnelle und professionelle Weise die Kommunikation mit ausländischen Mitbürgern ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse ermöglicht bzw. unterstützt werden. Dies ist insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Justiz, Asylwesen und Kommunen von großer Bedeutung.

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV) stellt deshalb zunächst im Haushaltsjahr 2019 sowie ggf. darüber hinaus die finanziellen Mittel für den Dienst zur Inanspruchnahme von Video- und Audiodolmetscherleistungen für ausgewählte Einrichtungen zur Verfügung.

Die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH (GFAW) hat in Kooperation mit dem TMMJV das Vergabeverfahren von Video- und Audiodolmetscherleistungen auf der Grundlage des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und der Vergabeverordnung (VgV) durchgeführt.

Nun betreut und begleitet die GFAW die Umsetzung und Durchführung der Video- und Audiodolmetscherleistungen.

Die Video- und Audiodolmetscherleistungen sollen eine professionelle Kommunikation mit ausländischen Mitbürgern ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse ermöglichen bzw. unterstützen. Es handelt sich dabei um eine Dienstleistung, in deren Rahmen die Firma SAVD zertifizierte Dolmetscher bereitstellt, die innerhalb bestimmter Reaktionszeiten über das Internet bzw. per Telefon Gespräche zwischen Nutzern und Gesprächspartnern im Wege des Konsekutivdolmetschens übersetzen.

Der Dienst steht für die Einrichtungen, die diesen nutzen, kostenfrei zur Verfügung.

Folgende Einrichtungen sind für die Nutzung vorgesehen:

  • Erstaufnahmeeinrichtung des Landes
  • Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge des Freistaats
  • Mitglieder der Härtefallkommission des Landes
  • Stelle des TMBJS für die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse
  • Antidiskriminierungsstelle des Landes
  • Bürgerbeauftragter des Freistaats
  • Justizvollzugsanstalten
  • Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer und Jugendmigrationsdienste
  • Verbraucherberatungsstellen
  • Landratsämter und Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte
  • Standesämter
  • Die mit der Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes betrauten Behörden
  • Gemeinschaftsunterkünfte in den Kommunen
  • Stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Träger der landesgeförderten Integrationsprojekte (insbesondere LAT, Projektförderrichtlinie Integration)
  • Krankenhäuser
  • Niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und Hebammen
  • Frauenhäuser
  • Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen
  • Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt

Nachzumeldende Stellen bei Darlegung eines Bedarfes:

  • Schulen
  • Schulämter
  • Kindergärten
  • Verbraucherinsolvenzberatungsstellen

Wichtig: Die Auswahl der Einrichtungen erfolgt durch das TMMJV. Bei Fragen zur Umsetzung können Sie sich gern per E-Mail an die GFAW wenden:
info-videodolmetschen@gfaw-thueringen.de 

Persönlich stehen Ihnen Frau Annika Ruge unter der Telefonnummer 0361- 22 23 441 oder Frau Simone Kuhn unter der Telefonnummer 0361- 22 23 233 für Fragen zu Verfügung.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei personenbezogenen Bezeichnungen die männliche Sprachform verwendet. Dies bedeutet jedoch keine Benachteiligung des anderen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral verstanden werden.

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