Im Zuge der Zuwanderung von Flüchtlingen und dem damit verbundenen steigenden Anteil von ausländischen Mitbürgerinnen und -bürgern benötigen in Thüringen vermehrt Menschen Unterstützung in der Kommunikation. Um Sprachbarrieren zu überwinden, können Stellen mit großem Beratungs- und Betreuungsaufkommen für Menschen mit Migrationshintergrund die Dienstleistung „Video- und Audiodolmetschen“ in Anspruch nehmen.

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV) stellt deshalb die finanziellen Mittel für die Inanspruchnahme von Video- und Audiodolmetschleistungen für ausgewählte Einrichtungen zur Verfügung.

Welche Stellen können Dolmetschleistungen in Anspruch nehmen?

Alle derzeit berechtigten Stellen sind im Flyer Landesprogramm Dolmetschen aufgeführt.

Beispiele:

  • Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer und Jugendmigrationsdienste
  • Erstaufnahmeeinrichtung des Landes
  • Gemeinschaftsunterkünfte der Kommunen
  • Landratsämter und Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte mit ihren zugehörigen Ämtern
  • Träger der landesgeförderten Integrationsprojekte
  • Stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Schulen, Schulämter, Kindertagesstätten
  • Justizvollzugsanstalten
  • Krankenhäuser
  • niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zähnärztinnen und -ärzte, Hebammen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
  • Frauenhäuser, Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt
  • Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen

Der Dienst steht für die Einrichtungen, die diesen nutzen, kostenfrei zur Verfügung.

Welche Sprachen sind vertreten?

Die Nutzerinnen und Nutzer des Programms können Dolmetscherinnen und Dolmetscher in über 50 verschiedenen Sprachen anwählen. Neben häufig verwendeten Sprachen (Arabisch, Kurmanci/Kurdisch, Dari, Farsi etc.) sind auch seltene Sprachen (Oromo, Urdu) vertreten.

Wann und wie können die Dolmetschleistungen genutzt werden?

Die Dolmetschleistungen können rund um die Uhr über Computer, Laptop oder Tablet sowie per Telefon genutzt werden.

Die Leistung wird von der Firma SAVD Videodolmetschen GmbH angeboten. Nach der Prüfung der Zugangsberechtigung durch das TMMJV erfolgt die weitere Umsetzung unmittelbar zwischen der berechtigten Stelle und der Firma SAVD, welche unter anderem die persönlichen Zugangsdaten zum Portal zur Verfügung stellt.

portal.videodolmetschen.com

Umgesetzt wird das Landesprogramm Videodolmetschen mit Hilfe der GFAW. Bei Fragen können Sie sich gern per E-Mail melden: info-videodolmetschen@gfaw-thueringen.de

Persönlich stehen Ihnen Frau Annika Ruge unter der Telefonnummer 0361- 22 23 441 oder Frau Simone Kuhn unter der Telefonnummer 0361- 22 23 233 für Fragen zu Verfügung.